03 Oktober 2011

#27

Eva,

ich weiß deinen Namen wieder. Einen Strick habe ich mir vor ein paar Wochen gekauft und den Dachboden gereinigt. In diesem Dreck, da wollte ich nicht sterben. Nun traue ich mich nicht mehr. Jeden Abend stehe ich dort oben - auf diesem Stuhl und höre die Geister rufen. Weißt du das noch? Wir haben die Geister immer zusammen rufen gehört, von dort, hinter dem Fluss, jene sirenengleichen Klänge. Aus ihnen höre ich nun deine Stimme hervor, Eva. Deine liebliche Stimme unter all den Geistern. Da kann ich nicht. Eva, jetzt weiß ich es, ich stehe dort oben nur am Rande zum Wahnsinn um dich täglich hören zu können.

1 Kommentar:

  1. Ich glaube da ist ein wieder einer kleiner Fehler in den Text gerutscht. Einen Strick habe ich "mir", vor ein paar Wochen gekauft, oder?

    Es ist alles eine Ansichtssache. Es ist eine Einstellung, ein Motto oder eine Lebensweise, die man vertritt. Lügen tu ich erst dann, wenn die Maske verrutscht und man hinter diese sehen kann, was zu fragen führt. Denn zu soeinem Moment lächel ich, auch wenn es schwer ist und lüge einem direkt etwas vor. Davor ist es wie eine Selbstverständlichkeit, die zur Realität wurde.

    AntwortenLöschen