02 Februar 2012

#199

Ich versuche den Schmerz zu bewältigen und die Leere. Tränen fallen, wie fast alles, das verlernt hat erhobenen Hauptes zu gehen. Ich habe aufgehört die blutigen Schnitte zu zählen. Man gibt mir eine Klinge und eine Flasche Vodka und ich kotze mir diesen wunderbaren Regenbogen aus dem Leib und male die Seelenwände schwarz und schwärzer, bis nur noch Nacht um mich herum ist.
 
Mir bleibt alleine die Furcht und diese Abscheulichkeit, die sich in meinen Augen spiegelt. Mit zitternden Fingern versuche ich die zersplitterten Träume zusammen zu klauben. Und wisst ihr, manchmal liebe ich es zu scheitern. Weil mich jeder erneute Fall, noch verlorener macht. Bis zum Ende der Nacht.  

Doch dieser Trümmerhaufen, aus dem ich jeden Morgen aufs Neue kriechen muss, ist mehr als nur Leere und Schmerz. Leben ist ein Kampf. Auch einen Monat nach Neujahr. Ich hatte von Schnee und entfernten Sehnsüchten geträumt. Doch Träume sind Schäume und meine Schritte hinterlassen bloß weitere blutige Spuren in meinen Erinnerungen.

2 Kommentare:

  1. Ja, das ist echt das Problem bei Alkohol.
    Zwar genieße ich diese hemmunglose Unbeschwertheit immer, doch im nachinein weiß ich kaum was ich davon so halten soll....
    Aber ja, der Abend war auf jeden Fall sehr schön :)
    Dir alles Gute und viel Erfolg in deinem weiterem Leben, du schaffst das schon!
    herzliche grüße :*

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