Meine Wohnung ist voller Uhren und sie singen mich mit ihrem rhythmischen Ticken in den Schlaf. Doch wenn ich so im Badezimmer liege und mir das Leben allmählich aus den Armen strömt, dann lachen sie mich nur hämisch aus. Sie verspotten mich. Dafür, dass ich so daliege und nicht weiß, ob ich Angst haben müsste. Dafür, dass ich alles zurücklassen möchte.
Mein Herz zwingen diese Uhren im gleichen Rhythmus zu schlagen. Und mein Herz tickt. Ich weiß nicht ob es eine Bombe in meiner Brust ist, die mir den Brustkorb sprengen wird oder ob es einfach eine weitere Uhr ist, die mit ihren Zeigern auf mich deutet und mir sagt „Das war es, Liebes.“ Denn ich bin nicht das weiße Kaninchen. So sehr ich mir auch ein Loch wünsche, in dass ich in eine andere Welt entfliehen kann, das einzige Loch das sich auftut, ist jenes in meiner Brust. Und ich bin hier nicht im Wunderland, wo ich essen kann und kleiner werde, nein ich esse und werde immer größer.
Also wird es eine Bombe sein. Die Rippen wird sie mir wegsprengen. Sie werden verstreut im Badezimmer liegen und irgendwo wird mein Herz landen. Vielleicht neben dem Waschbecken oder in der Badewanne. Vielleicht fliegt es auch in die Toilette. Dann braucht man es nur noch runterzuspülen und es wäre, als hätte es nie geschlagen. Als hätte es nie für ein wenig mehr Leben gekämpft.
es wäre schön, wenn es weiter schlägt. und weiter kämpft. irgendwann ist der kampf sowieso vorbei - und vielleicht hätte es sonst noch eine chance gegeben zum glücklichsein?
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