Vor meinem Fenster tanzt schon wieder ein kalter Regenschauer. Dunkle Wolken malen gespenstische Schatten an den Himmel. Die Bäume biegen sich voller Schwermut im Wind. Ein trauriges Bild. Das Prasseln des Regens wird lauter, streicht den Bäumen die letzten Tränen aus den narbigen Geäst. Pfützen bilden sich auf dem Boden. Ich sitze da und frage mich, wie weit mein Träume wohl in die Ferne gerückt sind. Manchmal gibt mir das Schreiben ein wenig Kraft. So viele positive, und auch negative Gedanken und Gefühle - alles kann für eine kurze Weile verschwinden und kommt doch im nächsten Moment zurück. Ich vermisse das Gefühl, auf Wolken wandern zu können. Dem Himmel und dem Leben, so unendlich nahe und vertraut zu sein. Ich komme mir vor, wie ein Fremder in meinem Körper. Alles wirkt so unwirklich und abstrus, dass ich mich weder zurecht, noch wieder finde.
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