05 Januar 2012

#156


Die Wellen haben dein raues Herz geschliffen und formen deine einst so makellosen Züge. Hinterlassen auf der Seele diesen salzigen Nachgeschmack. Und der alte Leuchtturm, der einsam an der Küste steht, erhellt schon lange keine deiner Nächte mehr. Ebbe. Trotzdem sieht niemand, die Narben, die du trägst.

Die schmerzbeladenen Schiffe lichten ihren Anker. Es riecht nach Blut. Ein Geruch, den dir  eine milde Brise um die Nase weht. Und noch immer liegst du da, trägst den Schmerzen der Welt. Über dir, der leere Himmel und neben den Klippen, hört man kein Herz mehr schlagen.

1 Kommentar:

  1. Hach, es gibt selten Schreiber, die schreckliche Gefühle so passend, ergreifend und gleichzeitig so flüssig und schön formulieren können. Hm :')

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