27 November 2011

#119


Manchmal wünsche ich mir nichts sehnlicher, als hinaus in das Leben zu gehen und Atem zu fassen. Die kalte Herbstluft auf meiner Haut zu spüren. Den Duft von nassen Blättern zu atmen und dabei die Augen zu schließen. Bemerken zu können, wie leicht es fallen kann. Wie der Wind mit meinen Haaren spielt und mit geöffneten Mund, festzustellen, dass es dieses mal kein hektisches Brustheben und -senken ist, als wäre meine Wohnung hoch oben im sechsten Stock ein tiefer, schwarzer See und dieser Ort hier, einer der mich vor dem Ertrinken rettet, vor dem Sinken in einen Strudel, einem Sog aus Bett, Zigaretten, Alkohol und meinem Blut, dem ich mich nur schwer entziehen kann.

2 Kommentare:

  1. Sehr schön geschrieben ! :) Ich liebe deinen Blog *-* ♥

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  2. genau so geht's mir jetzt. Schon wieder einmal..
    Würde so gern einer Person vertrauen; aber die Angst ist einfach zu groß..

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