Ich scheue die Nacht. Sind die Gedanken am Tage auch noch so still, beginnen sie in der Nacht durch den Kopf zu rasen, zu schreien. Sobald ich im Bett liege, das Licht erloschen ist und ich den Versuch starte die Augen zu schließen, sind sie da. Sie schleichen sich nicht an, einer nachdem anderen. Sondern tausend Stück nehmen den Kopf auf einmal in beschlag. Jedoch weiß ich in dem ganzen Chaos nicht, wo ich beginnen soll [es ist wie bei einem großen Wohlknäuel, dass man erst entwirren muss]. Habe ich einen Anfang gefunden, drängen sie sich alle nacheinander und immer wieder neue ins Bewusstsein. Oft wünsche ich mir dann, es wäre endlich Ruhe. Es würde endlich wieder still werden. Auch wenn ich an manchen Tagen die Leere im Kopf verfluche nachts wünsche ich sie mir zurück.
Mit Verständnis lese ich deine Worte und kann sie nachempfinden, weil ich zu gut diese Situation kenne, die Gedanken so selten loswerden kann. Leider ist mir noch kein Mittel vorgekommen, dass diese verschwinden lässt. Selbst bis in die Dunkelheit verfolgen mich diese ab und an und rauben mir die Entspannung des Schlafes.
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